The Velvet Underground am Theater Oberhausen

Never Too Loud

(Bild: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Sie tun es wieder am kommenden Samstag. Schauspieler und Musiker des Theater Oberhausens ehren die New Yorker Band The Velvet Underground mit einer weiteren Aufführung des Stücks „Never Too Loud“. Das Publikum erwartet ungewöhnliche Schauspielszenen mit beeindruckendem Gesang, begleitet von einer präzise spielenden Band. In die Klaviertasten haut Otto Beatus, der geniale musikalische Direktor des Theaters und Inszenator dieser besonderen Revue aus Velvet-Underground-Songs. Und das Publikum sitzt nicht im Zuschauersaal, sondern mit den Schauspielern und Musikern auf der Bühne, ist also ganz dicht dran. Es wird wieder mal ein atemberaubender Abend am Theater Oberhausen, den man als Fan von The Velvet Underground auf keinen Fall verpassen darf.

„Never Too Loud – The Velvet Underground“ am 22.12. um 19:30 Uhr im Theater Oberhausen am Will-Quadflieg-Platz

Siehe auch:
Hymne an die Lust (Besprechung in der WAZ)
Provokationsfieber für Kenner (eine weitere Besprechung in der WAZ)

Die Bangemänner

Von wem dürfen Politiker Geld nehmen und wieviel? Diese Frage ist durch die Ernennung von Peer Steinbrück zum SPD-Kanzlerkandidaten aufgeworfen worden. Das ist uns ein Anlass, mal einen Blick zu werfen auf eine äußerst unappetitliche Erscheinung des politischen Betriebs – den Bangemann.

Martin Bangemann (1979)

Der Prototyp des Bangemanns: Martin Bangemann im Jahr 1979
(Photo: Bundesarchiv, B 145 Bild-F055742-0020 / Wegmann, Ludwig
[Photo gelb coloriert und beschnitten] – Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Weiterlesen

Wow!

Das Album „Psychedelic Pill“ von Neil Young with Crazy Horse

Dass es das in dieser Zeit noch mal gibt. Ein Rockalbum, das man einlegt und alle Termine des Tages sind passé. Man kommt nicht mehr los von diesem Werk. Neil Young musste zurückkommen aus seinem erfolgreich absolvierten Drogen- und Alkoholentzug, seine Männer von Crazy Horse um sich versammeln und uns zeigen, wie es geht.

Neil Young (2009)

Neil Young auf dem Festival Norwegian Wood 2009 in Oslo
(Photo: Kim Erlandsen (NRK P3) – Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0)

Weiterlesen

Nora kommt, Nina geht

Neue Qualitätsverluste für den „Tatort“

Zwei Meldungen in dieser Woche zur sonntäglichen Fernsehkrimi-Reihe „Tatort“ bereiten Sorgen. Meldung Nr. 1: Ab Dezember 2013 wird es auch einen „Tatort“ aus Weimar gegeben. Die Ermittler dieses dann dritten „Tatort“-Standorts des MDR werden von Christian Ulmen und Nora Tschirner gespielt. Meldung Nr. 2: Nina Kunzendorf steigt aus dem hessischen „Tatort“ aus. Joachim Król muss demnächst in Frankfurt mit einer neuen Partnerin ermitteln.

Nina Kunzendorf bei der Verleihung des Grimme-Preises 2011 in Marl

Nina Kunzendorf bei der Verleihung des Grimme-Preises 2011 in Marl
(Photo: JCS – Lizenz: CC BY-SA 3.0 – Photo beschnitten)

Weiterlesen

Düsterer Ausblick

Der Film „Liebe“ von Michael Haneke

Wenn man nach dem Sehen dieses Films das Kino verlässt, dann kann man erst mal nicht sprechen. Zu stark wirkt das nach, was man in den vergangenen zwei Stunden erlebt hat.  Der Film heißt „Liebe“, aber er handelt vom Sterben.

Liebe

Kein Bild aus dem Film (Photo: Friedrich Böhringer – Lizenz: CC BY-SA 2.5)

Weiterlesen

Am Niveau gespart

„Der Sparkommissar“ am Theater Oberhausen

Ach, was wollten wir das Theater Oberhausen loben. Dafür, dass sich dieses eher mittelgroße Stadttheater in den letzten Jahren, seit dem Intendanz-Antritt von Peter Carp im Jahr 2008, zur herausragenden Bühne des Ruhrgebiets entwickelt hat. Wir wollten die aufregenden Inszenierungen der letzten Jahre preisen: das spannende Gegenwartstheater von Peter Carp, die grell-komischen Tragödien des Regiestars Herbert Fritsch, die eigenwilligen Klassiker-Interpretationen des jungen Sarantos Zervoulakos, die hinreißenden Rock-Shows des Musikers Otto Beatus.

Theater Oberhausen

Theater Oberhausen (Photo: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Weiterlesen

Ein Buch, das gefällt

Der Kriminalroman „Blutsommer“ von Rainer Löffler

Der beliebte Serienkillerkrimi geht so: Der Mörder hatte eine schwere Kindheit, die ihn zu einem verrückten Sadisten hat werden lassen, und nun mordet er sich durch die Gegend. Die Morde zeichnen sich durch eine nie dagewesene Brutalität aus, der Mörder setzt seine Opfer fürchterlichen Qualen aus und hinterlässt bizarre Tatorte.

Rainer Löffler lässt viel Blut fließen.

Rainer Löffler lässt viel Blut fließen. (Bildrechte: © Gerd Altmann / pixelio.de)

Weiterlesen

Familienaufstellung

Der Film „Was bleibt“ von Hans-Christian Schmid

Eine Familienzusammenkunft in einem Bungalow am Mittelrhein. Die Verlegergattin Gitte Heidtmann (Corinna Harfouch) hat ihre beiden erwachsenen Söhne, den Schriftsteller Marco (Lars Eidinger) und den Zahnarzt Jakob (Sebastian Zimmler) inklusive deren Partnerinnen fürs Wochenende eingeladen, sie möchte etwas Wichtiges verkünden. Das ist das Setting des Films „Was bleibt“ von Regisseur Hans-Christian Schmid und Drehbuchautor Bernd Lange.

Lars Eidinger und Corinna Harfouch bei der NRW-Filmpremiere in Essen

Lars Eidinger und Corinna Harfouch bei der NRW-Premiere des Films in Essen
(Photo: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Weiterlesen

Wir müssen über Tilda Swinton reden

Der Film „We Need to Talk About Kevin“ von Lynne Ramsay

Tilda Swinton spielt die Reisejournalistin und Mutter Eva Khatchadourian, die sich bemüht, es aber nicht schafft, ihren Sohn zu lieben.

Tilda Swinton als Kevins Mutter

Tilda Swinton als Kevins Mutter (© Fugu Filmverleih)

Der Zuschauer erfährt schon zu Beginn, dass ein Verbrechen passiert ist. Evas jugendlicher Sohn Kevin ist inhaftiert, auch Eva war angeklagt. Eva wird von ihrer Umgebung angefeindet: sie wird auf der Straße geohrfeigt, ihr Haus wird mit roter Farbe beschmiert. Weiterlesen

Ein einfaches Wahlrecht muss her!

Jetzt hat also das Bundesverfassungsgericht die Wahlgesetzgebung der schwarz-gelben Bundesregierung einkassiert. Das ist gut so.

Der Bundestag hatte ein neues Wahlrecht schaffen müssen, weil bereits das alte nicht verfassungsgemäß war. In einem Urteil von 2008 hatte das Verfassungsgericht dem Gesetzgeber ein neues Bundestagswahlrecht auferlegt, weil in bei den Bundestagswahlen das Phänomen eines negativen Stimmgewichts auftauchte; das bedeutet, eine Partei kann in bestimmten Konstellationen mehr Sitze im Bundestag erringen, wenn sie in einem Bundesland mit vielen gewonnen Direktmandaten weniger Zweitstimmen bekommt. Das Verfassungsgericht hatte bemängelt, dass dadurch eine Verfälschung des Wählerwillens stattfindet. Weiterlesen