Großes Kino

Der chinesische Film „Bis dann, mein Sohn“ von Wang Xiaoshuai kommt am 14. November 2019 endlich in die deutschen Filmkunstkinos.

Wang Jingchun und Yong Mei im Film 'Bis dann, mein Sohn'

Wang Jingchun und Yong Mei im Film „Bis dann, mein Sohn“  (© Piffl Medien)

Der Filmemacher Wang Xiaoshuai erzählt in seinem Werk „Di jiu tian chang“ (so der Originaltitel) die Geschichte zweier Familien in China vom Ende der Kulturrevolution in den späten 1970er Jahren bis hin zum modernen Industriekapitalismus der 2000er Jahre. Weiterlesen

Als Hanns Joachim Friedrichs einmal Fake-News verbreitete und dadurch die Berliner Mauer fällte

Die Berliner Mauer

Die Berliner Mauer. Frederik Ramm)

Die Öffnung der DDR-Grenze zu Westberlin in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989, von der viele als „Mauerfall“ sprechen, hat 30. Jubiläum. Und wieder sind im Fernsehen die immergleichen Bilder zu sehen, das Bild vom stammelnden SED-Pressesprecher Günter Schabowski („Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort … unverzüglich …“) gehört dazu. Günter Schabowski habe durch seine Schusseligkeit den vorzeitigen Fall der Mauer herbeigeführt, so geht die Erzählung. Die verunglückte Pressekonferenz von Schabowski habe unmittelbar danach die DDR-Bürger in und um Ostberlin und auch sehr viele Westberliner veranlasst zur Mauer zu drängen und so sei es zu deren Öffnung gekommen. Eine schöne Erzählung, die aber leider nicht so ganz stimmt. Weiterlesen

Locarno Film Festival 2019

Die persönliche Auswertung

21 Filme habe ich auf dem Locarno Filmfestival 2019 gesehen und mit Schulnoten bewertet.

Sehr gut:
„Gisaengchung“ von Bong Joon-ho
„Terminal Sud“ von Rabah Ameur-Zaïmeche
„Polyester“ von John Waters
„Lovemobil“ von Elke Lehrenkrauss
„Cecil B. Demented“ von John Waters
Weiterlesen

Berlinale 2019

Die persönliche Auswertung

18 Filme habe ich auf der Berlinale 2019 gesehen und mit Schulnoten bewertet.

Sehr gut:
„Skin“ von Guy Nattiv
„Di jiu tian chang“ von Wang Xiaoshuai
Weiterlesen

Wenn man es lässt

Der Film „Styx“ von Wolfgang Fischer

Die Schauspielerin Susanne Wolff bei der NRW-Premiere des Films am 10.09.2018 in Essen

Die Schauspielerin Susanne Wolff bei der NRW-Premiere des Films am 10.09.2018 in Essen. (Photo: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Rike (gespielt von Susanne Wolff) ist Notärztin. Ihr Job ist es, Menschenleben zu retten. Von ihrer Arbeit nimmt sich Rike eine Auszeit, sie startet eine Solo-Segeltour durch den Atlantik. Das ist der Ausgangspunkt des Films „Styx“, der sich erzählerisch ganz auf seine Protagonistin Rike konzentriert. Weiterlesen

Schreien, Saufen, Ficken und Ballern

Der Film „Wintermärchen“ von Jan Bonny

Publikumsgespräch bei der Premiere des Films auf dem Locarno Festival am 10.08.2018

Publikumsgespräch bei der Premiere des Films auf dem Locarno Festival am 10.08.2018. V.l.n.r.: Regisseur Jan Bonny, Schauspielerin Ricarda Seifried, Schauspieler Thomas Schubert, Schauspieler Jean-Luc Bubert, Produzentin Bettina Brokemper. (Photo: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Becky, Tommi und Maik sind drei junge Menschen, die Geschlechts­verkehr miteinander haben, jeder und jede mit jedem, auch mal zu dritt. Öfters feiern sie auch mal miteinander und trinken dabei zu viel. Becky, Tommi und Maik sprechen kaum miteinander, sondern verständigen sich fast nur durch Anschreien. Ihr Leben empfinden die Drei als öde und so ziehen sie manchmal los und erschießen Ausländer. Weiterlesen

Die zehn Gebote der Berlinale

Jedes Jahr an zehn Tagen im Februar wird in Berlin das größte Filmfest der Welt gefeiert: die Berlinale. Am 15. Februar geht es wieder los: hunderttausende Filmfans werden wieder in die Kinosäle der Hauptstadt strömen. Du willst dieses Mal auch dabei sein? Der Kinobaum verrät dir, was du tun musst, um Teil der Berlinale-Community zu werden. Befolge einfach die zehn Gebote der Berlinale und das ganz besondere Berlinale-Erlebnis wird über dich kommen!

Frontseite des Berlinale-Palasts

Der Berlinale-Bär über dem Eingang des Berlinale-Palasts.
(Photo: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Weiterlesen

Jack Bauer ist nicht mehr

Die US-amerikanischen TV-Serie „Designated Survivor“ zeigt einen Gegenentwurf zu Donald Trump.

Das Weiße Haus, der Amtssitz des US-amerikanischen Präsidenten

Das Weiße Haus, der Amtssitz des US-amerikanischen Präsidenten, in Washington D.C. (Photo: Юкатан – Lizenz: gemeinfrei)

Wenn „24“ die Politthriller-Serie der George-W.-Bush-Ära war, dann ist „Designated Survivor“ die Serie der Obama-Präsidentschaft. Kiefer Sutherland spielt in beiden Serien die jeweilige Hauptfigur. Weiterlesen

Von ganz links nach ganz rechts – der Weg des Jürgen Elsässer

Ein publizistischer Trommler am rechten Rand der AfD ist der aus Pforzheim stammende ehemalige Lehrer Jürgen Elsässer. Dieser Mann hat einen bizarren politischen Lebensweg hinter sich.

Jürgen Elsässer (2014)

Jürgen Elsässer (Photo: Karlsruher Friedensmahnwache – Lizenz: CC BY-NC 2.0 – Originalphoto beschnitten und coloriert)

In den 1980er Jahren war er Maoist und im Kommunistischen Bund (KB) politisch organisiert. Als sich diese K-Gruppe im Gefolge der deutschen Wiedervereinigung in zwei Flügel spaltete – in einen pragmatisch auf die PDS-orientierenden Flügel und in einen Flügel, der die politische Hauptaufgabe darin sah, das Wiedererstarken einer deutschen Nation zu verhindern – da gehörte Elsässer zu den Letzteren. Er schrieb einen Aufsatz „Warum die Linke antideutsch sein muss“ und wurde zum Sprecher einer antideutschen Bewegung mit ihrer Zeitschrift Bahamas. Weiterlesen

Der Film des Jahres:
„Toni Erdmann“

Der deutsche Wettbewerbsbeitrag in Cannes kommt diesen Donnerstag in die Kinos

Filmpremiere am 05.07.2016 in Essen

Hauptdarstellerin Sandra Hüller und Regisseurin Maren Ade bei der Filmpremiere am 05.07.2016 in der Lichtburg in Essen
(Photo: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Ines Conradi (gespielt von Sandra Hüller) steht als Unternehmensberaterin in Bukarest unter besonderem Druck, sie muss für ihr Unternehmen bei einem wichtigen Kunden einen Auftrag akquirieren. Da kommt der plötzliche Besuch ihres einsamen Vaters Winfried (Peter Simonischek) äußerst ungelegen. Vater und Tochter, er ein leicht verlotterter Alt-68er, sie eine ehrgeizige Karrierefrau, sind sich fremd und stehen einander weitgehend sprachlos gegenüber. Ines fühlt sich durch Winfrieds platten Humor vor ihren Geschäftspartnern blamiert und drängt den Vater zur schnellen Abreise. Weiterlesen