Elmore Leonard spricht:

»Ich bin immer erstaunt, wenn ich bei jemandem zuhause bin und dort überhaupt keine Bücher sehe. Oder wenn mir jemand sagt, er lese niemals Romane, weil er einfach keine Zeit dafür habe. Dabei brauchen Sie nun wirklich keinen besonderen Ort und keine zusätzliche Zeit, um zu lesen. Sie können ein Buch überallhin mitnehmen, egal wo Sie sich gerade aufhalten, und dann finden Sie auch die Zeit, um sich von dem Buch unterhalten zu lassen oder durch das Buch etwas zu erfahren, was Sie schon immer wissen wollten. Ich kann mir gar keine Situation vorstellen, in der ich ein gutes Buch nicht dabei habe – ein Buch, bei dem ich es nicht abwarten kann, darin zu lesen.«

Zitat aus dem Bibliothekenmagazin „Books Go Everywhere“
Übersetzung: Roger Weil  (Photo: MCDarchives – Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Zwischenfall in der Gruftie-Disco

Der Roman „Hab Sonne“ von Klaus Märkert

Der Bochumer DJ Klaus Märkert hat im Frühjahr 1989 keine Sonne im Herzen, sondern einen Infarkt. Der Infarkt ereilt ihn beim Plattenauflegen in der Disco. Im Krankenbett in der Herzklinik lässt Klaus Märkert sein bisheriges Leben Revue passieren – ein Leben in den Dark-Wave-Discos des Ruhrgebiets, in der Märkert die schwarzen Scheiben rotieren und die schwarze Szene tanzen lässt. Weiterlesen

Mann auf Rutschbahn

Der Kriminalroman „Hard Feelings“ von Jason Starr

Richard Segal hat schon bessere Zeiten erlebt. In seinem Job als IT-Verkäufer hat er seit Monaten keinen Abschluss mehr getätigt und wird von seinem Boss degradiert. Auf der Straße begegnet Richard einem Mann, dem er eigentlich nie mehr begegnen wollte, weil dieser ihn als Junge vergewaltigt hat. Weiterlesen

Ein Lehrer über Lehrer für Lehrer

Das Romänchen „Lehrerzimmer“ von Markus Orths

Was hasst der gemeine Lehrer am meisten – noch mehr als Fortbildungsveranstaltungen in den Schulferien und noch mehr als sich selbst? Es sind die Unterrichtsbesuche. Also, jene wenigen Stunden im Jahr, in der sich der Geldgeber des Lehrers einmal vergewissern möchte, was der Lehrer für dieses Geld so leistet.

Der Lehrer Markus Orths will mit seinem Textbändchen, das wohl nur jemand als Roman bezeichnen kann, der so tief im Leben steht wie ein Lehrer, dem Phänomen Unterrichtsbesuch und ähnlichen Drangsalierungen der Schulbehörde satirisch zu Leibe rücken. Weiterlesen

Tödliche Langeweile

Der Kriminalroman „Tödliche Zweifel“ von Hilary Norman

Ein Architekt heiratet eine Witwe und zieht in ihr Haus ein. Dort erwarten ihn die beiden ältesten der drei Töchter der Witwe mit Hass, denn sie wollen nicht, dass ein neuer Mann an der Seite ihrer Mutter den Platz ihres verstorbenen Vaters einnimmt. Die beiden Töchter schikanieren den armen Architekten, wo immer es geht. Die übergroße Liebe zur Witwe lässt den Architekten dieses aber ertragen. Doch schon bald stürzt die Witwe aus dem Fenster und verstirbt. Weiterlesen

Kampf um den Arbeitsplatz

Der Kriminalroman „Der Freisteller“ von Donald Westlake

„Ich habe noch nie jemanden getötet, einen Menschen umgebracht, ein Leben ausgelöscht.“ Mit diesem Satz beginnt Westlakes außergewöhnlicher Roman „Der Freisteller“. Der das sagt, ist der Produktmanager Burke Devore, der seinen Arbeitsplatz verloren hat und nun glaubt töten zu müssen.

Burke Devore ist verzweifelt. Weiterlesen

Zerstückelte Körper

Der Kriminalroman „Scherenschnitte“ von Walter Satterthwait

Ein Autor von Kriminalromanen über Serienkiller hat es heutzutage nicht leicht. Allein die Schilderung des seriellen Zu-Tode-Beförderns von unschuldigen Opfern durch psychisch kranke Täter genügen nicht mehr, um die erfahrenen Krimileser nachhaltig zu erschrecken. Dafür sind in den letzten Jahren zu viele Serienkillerromane erschienen, die sich alle gegenseitig durch Erzählungen von besonders grausamen und bizarren Zurichtungen der jeweiligen Opfer übertreffen wollen. Einfache Vergewaltigungen mit anschließenden Erdrosselungen scheinen nicht mehr auszureichen, um die abgestumpften Leser sich gruseln zu lassen. Weiterlesen

Moment mal, Bernd Eichinger!

Moment mal, Bernd Eichinger, was fabulieren Sie da in einem Gespräch mit dem Filmjournalisten Dirk Jasper zu dem von Ihnen produzierten Kinofilm Der Untergang? – „Wir haben uns vorgenommen, diesen Film in deutscher Sprache zu drehen, mit deutschen Schauspielern und einem deutschen Regisseur.“ Weiterlesen

TV-Tipp: The Shield – Gesetz der Gewalt

Pro Sieben, mittwochs 23:05

Zuletzt wurde an dieser Stelle die US-amerikanische Serie Cold Case gerühmt. Und nun gibt es eine amerikanische TV-Serie, die noch besser ist.

The Shield ist eine Polizeiserie, sie spielt in Los Angeles, in einem District, in dem Gewalt alles dominiert. Die Polizeibeamten um den smarten Captain Aceveda greifen selbst oft zu ungesetzlichen Mitteln, um der aberwitzigen, grausamen und sinnlosen Gewalt Herr zu werden. Weiterlesen

TV-Tipp: Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen

Kabel 1, freitags 20:15 Uhr

In den letzten Jahren haben in der deutschen Fernsehlandschaft gerade die kleineren privaten Sender Vox, RTL II und Kabel 1 mit der Ausstrahlung innovativer amerikanischer TV-Serien an Profil gewonnen. Und jetzt beglückt uns Kabel 1 schon wieder mit einer hochwertigen Krimi-Serie aus den USA, die es schafft ganz ohne Schießereien, zerstückelte Körper und Verfolgungsjagden eine besondere Spannung zu erzeugen. Weiterlesen