Rückwirkung der Zukunft auf die Gegenwart und umgekehrt

Der Film „Lola“ von Andrew Legge

Ihrer Zeit weit voraus: Die beiden visionären Schwestern Thomasina (Emma Appleton / links) und Martha Hanbury (Stefanie Martini / rechts) haben mit Lola (in der Mitte) einen Apparat erfunden, mit dem sie TV- und Radioschnipsel aus der Zukunft empfangen.

Ihrer Zeit weit voraus: Die beiden visionären Schwestern Thomasina (Emma Appleton / links) und Martha Hanbury (Stefanie Martini / rechts) haben mit Lola (in der Mitte) einen Apparat erfunden, mit dem sie TV- und Radioschnipsel aus der Zukunft empfangen. (© Neue Visionen Filmverleih)

Der Ausgangspunkt von „Lola“ ist ein Amateurfilm, der im Jahr 2021 gefunden wird. Der Film wurde 80 Jahre vorher, also 1941, gedreht. Und dann sehen wir Zuschauer den 1941er Film. Weiterlesen

Das Drama um Milli Vanilli

Der Film „Girl You Know It’s True“ von Simon Verhoeven

Zwei afroamerikanisch gelesene Sänger mit Dreadlocks und einem Outfit aus den 1980er Jahren performen auf einer Bühne einen Song.

(Symbolbild – erstellt mit Microsoft Bing Image Creator)

Einen Film mit Matthias Schweighöfer in einer Hauptrolle, dem mag man sich zunächst eigentlich gar nicht anschauen, ich habe es aber dennoch getan. Das Wissen um den Regisseur Simon Verhoeven, der mit „Willkommen bei den Hartmanns“ vor ein paar Jahren einen brauchbaren Film zur sogenannten „Flüchtlingkrise“ gedreht hat, veranlasste mich dazu, bei der Filmauswahl Matthias Schweighöfer in Kauf zu nehmen. Weiterlesen

Mein Film des Jahres: „Past Lives“

Ein Film über Liebe von Celine Song

Nora (Greta Lee) trifft nach 24 Jahren ihren Freund aus der koreanischen Kindheit Hae-sung (Teo Yoo) in New York.

Nora (Greta Lee) trifft nach 24 Jahren ihren Freund aus der koreanischen Kindheit Hae-sung (Teo Yoo) in New York. (© Twenty Years Rights LLC / Jon Pack)

Der Film „Past Lives“ von Celine Song feierte seine internationale Premiere auf der letzten Berlinale und verzauberte das Publikum und die Kritiker gleichermaßen. Es bleibt bis heute unverständlich, dass dieser Film keinen einzigen Berlinale-Bären abbekam – für Regie und schauspielerische Leistung hätte er mindestens drei Bären verdient. Weiterlesen

Die Filme des Jahres

Eine subjektive Auswahl

Grafik mit dem Text '2023 Die Filme des Jahres'

(Bild: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 4.0)

In diesem Jahr 2023 habe ich insgesamt 96 Filme im Kino gesehen. Das klingt nach viel, wird aber relativiert, wenn man die vier Filmfestivals, auf denen ich war, abzieht. Dort habe ich insgesamt 66 Filme gesehen. Somit bleiben nur 30 Filme im regulären Kinobetrieb.
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Eine schöne Erinnerung an Pimmelgate

Foto mit einer Hauswand, auf der ein Grafiti mit dem Text 'Herr Grote ist so 1 Pimmel' steht

Bildzitat: ZDF-Vorabendserie ‚SOKO Stuttgart‘ (Staffel 15, Folge 01, Minute 20:14)

Die Ausstatter der ZDF-Serie „SOKO Stuttgart“ zeigen Humor, machen sich über den Pimmelgate (1) des Hamburger Innensenators Andy Grote lustig. In Staffel 15, Folge 01 wird dieses Foto gezeigt. Schöner Insider-Gag. Gefällt mir. Bravo, „SOKO Stuttgart“!

(1) Pimmelgate ist ein Skandal um den Hamburger Innensenator Andy Grote, der im Jahr 2020 im Corona-Lockdown eine illegale Party feierte und dafür eine Strafe zahlen musste. Ein Jahr später im nächsten Lockdown stellte Grote seinerseits in einem Tweet andere Partyfeierer an den Pranger. Ein Twitter-User kommentierte den Grote-Tweet mit den Worten „Du bist so 1 Pimmel.“ Grote erstattete Anzeige gegen den Twitter-User und veranlasste als Vorgesetzter der Hamburger Polizei eine Hausdurchsuchung bei dem Mann, was vielfach als Überreaktion eines selbstherrlichen Politikers kommentiert wurde. Seitdem tauchten in Hamburg an verschiedenen Orten Aufkleber und Graffitis mit dem Spruch „Andy, du bist so 1 Pimmel“ auf. Die Polizei Hamburg versuchte das zunächst noch zu ahnden, kam aber bald nicht mehr hinterher und gab schließlich in dieser Angelegenheit auf. (Quelle: RedaktionsNetzwerk Deutschland) [zurück zum Text]

Schicksalshafte Begegnung

Der Film „Eileen“ von William Oldroyd

Zwei Frauen sitzen an einer Bar.

(Symbolbild – erstellt mit Microsoft Bing Image Creator)

Eileen Dunlop (gespielt von Thomasin McKenzie) ist eine unscheinbare junge Frau, die in den 1960er Jahren als Helferin in einer Justizvollzuganstalt an der amerikanischen Ostküste arbeitet. Ihr Leben verläuft trist, sie arbeitet, versorgt ihren alkoholkranken Vater und hat keine Freizeitvergnügungen. Das ändert sich als die neue Gefängnispsychologin Rebecca Saint John (gespielt von Anne Hathaway) ihren Dienst in der JVA antritt. Weiterlesen

Das Glück der dänischen Dorschangler

Der Angelratgeber „Dorschangeln vom Boot und an den Küsten“ von Horst Hrubesch und Dieter Schicker

Ein dänischer Dorschangler präsentiert stolz seinen Fang.

(Symbolbild – erstellt mit Microsoft Bing Image Creator)

Von Büchern, die von Fußballern oder deren Ghostwritern verfasst worden sind, sollte man lieber die Finger lassen, weil es doch fast immer zu schlichte Werke sind, die allein dem Zweck dienen, mit der Popularität des Fußballers auch auf dem Buchmarkt noch ein paar Gelder zu generieren. Fußballer können gut gegen Bälle treten oder ihren Kopf in die Flugbahn von Bällen halten, aber nicht unbedingt ihr Schaffen so in Worte kleiden, dass es einem lesenden Menschen eine Freude bereitet. Eine Ausnahme hiervon stellt aber der Fußballer, Angelexperte und Autor Horst Hrubesch dar. Weiterlesen

Heckenschütze in Baltimore

Der Film „Catch the Killer“ von Damián Szifron

Shailene Woodley als junge Streifenpolizistin Eleanor Falco und Ben Mendelsohn als erfahrener FBI-Ermittler Lammark.

Shailene Woodley als junge Streifenpolizistin Eleanor Falco und Ben Mendelsohn als erfahrener FBI-Ermittler Lammark. (© Tobis Film GmbH)

Endlich mal wieder ein pulsierender Thriller in den Kinos hierzulande. Und was für einer. Weiterlesen

Immer höflich bleiben

Der Film „Speak No Evil“ von Christian Tafdrup

ie beiden Familien sitzen friedlich am Essenstisch beieinander.

Die beiden Familien sitzen friedlich am Essenstisch beieinander. So bleibt es nicht. (© TRUSTNORDISK APS)

„Speak no evil!“„Sag nichts Böses!“, das ist ein eingeübter Verhaltensgrundsatz der dreiköpfigen dänischen Familie (Vater Björn, Mutter Louise, Kind Agnes) wenn sie es mit einem unangemessenen Verhalten von anderen zu tun bekommt. Immer höflich bleiben. Weiterlesen

Cineastisches Sommervergnügen am Lago Maggiore

Das 76. Locarno Film Festival

Kinoleinwand auf der Piazza Grande in Locarno

Kinoleinwand auf der Piazza Grande in Locarno.
(Photo: Roger Weil – Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Wer im Winter zur Berlinale fährt, der sollte sich im Sommer das Film Festival Locarno gönnen. Dieses traditionsreiche A-Festival der Schweiz bietet nämlich all das, was den Berliner Filmfestspielen zu einem perfekten Festival fehlt. Um nicht falsch verstanden zu werden, auch Locarno ist nicht das perfekte Festival – was ist schon perfekt in dieser Welt – aber Locarno ist das Komplementärfestival zur Berlinale. Addiere Locarno zur Berlinale, dann hast du das perfekte Filmfestival! Weiterlesen